Warum hast du dich entschieden, Designerin zu werden?
Schon in jungen Jahren hatte ich eine besondere Vorliebe für diesen Bereich – von der Verbesserung von Produkten bis hin zu deren Gestaltung. Ich habe immer versucht, das, was mir zur Verfügung stand, zu optimieren oder mir ein Produkt vorzustellen, das mir im Alltag nützlich sein könnte. Als ich dieses Interesse weiter vertiefte, wurde mir klar, dass Produktdesign genau das ist, was ich in Zukunft machen möchte.
Wo findest du Inspiration?
Ich versuche immer, Inspiration für meine Projekte in Dingen zu finden, die mich faszinieren und mir Vertrauen geben. Bei einem so besonderen Projekt wie diesem war Komfort meine Hauptsorge.
Diesen Komfort mit etwas visuell Ansprechendem zu verbinden, stellte alles auf die Probe, was mir ein Gefühl von Wohlbefinden vermittelt – wie organische Formen, sanfte Linien und vor allem Ergonomie.
Wie sieht dein kreativer Prozess aus?
Zuerst informiere ich mich immer über das Thema, das Unternehmen, mit dem ich arbeite, und den entsprechenden Markt.
In diesem Fall war es eine gute Grundlage, die Geschichte und die Materialien kennenzulernen, mit denen CMcadeiras arbeitet, um Farb- und Formpaletten zu definieren.
Welche Auswirkungen hatte es, den Wettbewerb zu gewinnen?
Dieser Gewinn hat mir Selbstvertrauen gegeben – in mich selbst und in das, was ich mit meinen Ideen erreichen kann. Mehr als nur eine gute Designerin zu sein, strebe ich danach, einen positiven Einfluss auf das Leben der Menschen zu haben.
Was ist deiner Meinung nach das wichtigste Merkmal beim Entwurf des Stuhls?
Wie bereits erwähnt, stand der Komfort im Mittelpunkt meines kreativen Prozesses. Ich habe versucht, das Beste aus beiden Welten – Ergonomie und Design – zu vereinen und dabei meiner Fantasie und den Inspirationen für dieses Projekt freien Lauf zu lassen.
Warum ist es deiner Meinung nach wichtig, dass Studierende die Fabriken der Hersteller besuchen?
Ich glaube, dass ein Designer nur dann gute Projekte entwickeln kann, wenn er sich darüber im Klaren ist, was in Zusammenarbeit mit Unternehmen machbar ist. Ein Produktdesign kann sehr ansprechend und verkäuflich wirken, aber das nützt nichts, wenn es nicht umsetzbar ist. Deshalb halte ich es für sehr wichtig, die Maschinen, Materialien und Herstellungsprozesse eines Unternehmens zu kennen, damit das Design als funktionales Produkt funktioniert.
Was denkst du über die Zukunft des Designs oder den nächsten großen Trend?
Design ist ein Bereich, der sich ständig weiterentwickelt, und jedes Jahr zeigt uns, dass das, was früher unmöglich schien, immer erreichbarer wird.
Wir haben immer mehr Ressourcen, um futuristisch und innovativ zu sein, aber vor allem müssen wir nachhaltig handeln und diese Verantwortung in unsere Projekte einfließen lassen.
Wenn wir all diese Ressourcen zu unserem Vorteil nutzen, müssen wir sie auf die bestmögliche Weise einsetzen – zum Wohl des Planeten und mit einem Bewusstsein für unseren ökologischen Fußabdruck.
Erzähle uns von einem Projekt, das für dich die größte Errungenschaft war.
Als sehr junge Designerin hat meine berufliche Laufbahn gerade erst begonnen, und das Projekt des Elipse-Stuhls war mein erstes in diesem Bereich.
Bis heute war es das Projekt mit dem größten Einfluss auf mein persönliches und berufliches Leben, aber ich hoffe, dass es nur eines von vielen erfolgreichen Projekten sein wird.
Wo siehst du dich in zehn Jahren?
Diese Frage wird mir oft gestellt, und meistens weiß ich nicht, wie ich sie beantworten soll. Innerhalb des Produktdesigns habe ich eine große Leidenschaft für den Automobilbereich und würde sehr gerne in diesem Bereich arbeiten – aber nur die Zukunft wird zeigen, was kommt. Ich lasse die Dinge gerne auf mich zukommen.